Die Gründer von ESV wurden von der FAZ interviewt. Weiterlesen…
„Bodenschätze auf dem Mond sind ein großes Thema“

Weltraumressourcen (Space Resources)
Die jüngsten Monderkundungsmissionen der USA, Russlands, Chinas, Indiens und Japans sind ein Signal dafür, dass der Hauptgewinn des „Space Race 2.0“ in der Erschließung der Ressourcen auf dem Mond liegt.
Die Missionen und Operationen werden Jahrzehnte, nicht Jahre in Anspruch nehmen, sind aber bereits im Gange und stark fokussiert.
Der Abbau von Ressourcen erfordert eine äußerst energieintensive Verarbeitung von lunarem Regolith, eine robuste cislunare Kommunikations- und Logistikarchitektur sowie die Lenkung von Kapital in kommerzielle Missionen, die greifbare und profitable Ziele verfolgen – wie beispielsweise die Gewinnung von Sauerstoff aus Mondstaub für menschliche Habitate, die Extraktion von Platingruppenmetallen und anderen Ressourcen aus dem Regolith für den 3D-Druck auf dem Mond oder letztlich für den Rücktransport zur Erde.
Weltraumressourcen – von der Filterung wertvoller Rohstoffe aus lunarem Regolith bis hin zur Nutzung der Sonnenenergie im Weltraum – sind Wegbereiter für neue Industrien und Wirtschaftsimperien.
Der Investitionsansatz der European Space Ventures für den Bereich Weltraumressourcen sieht Folgendes vor:
- Beschleunigung unserer bestehenden Joint Ventures und Partnerschaften zur Erkundung von Mondressourcen (Lunar Resources Exploration), um Standorte auf dem Mond zu identifizieren, die das Potenzial für Milliarden-Dollar-Ressourcenoperationen haben, sowie die Schaffung von Missionen zum Aufbau einer Präsenz für den Rohstoffabbau.
- Investition in innovative Unternehmen, die den Mond erforschen oder Hardware zur Energienutzung entwickeln, wie beispielsweise weltraumgestützte Solarenergie (Space Based Solar Power).

Wie realistisch sind Weltraumressourcen?
Wir erhalten Anfragen von unterschiedlichsten Investoren bezüglich der Realisierbarkeit von Weltraumbergbau (Space Mining). Wir haben unseren Fokus auf den Mondbergbau (Lunar Mining) gelegt, und damit sind wir nicht allein.
Die NASA hat das Programm „Commercial Lunar Payload Services“ entwickelt, um Innovationen in der Monderforschung zu fördern, und die ESA hat ausreichend Kapital bereitgestellt, um mehrere große Mondlander unter dem Namen „Argonaut“ auf den Weg zu bringen.
Blue Origin verfügt über ein eigenes „Blue Alchemist“-Programm zur Entwicklung eines Elektrolyseverfahrens für geschmolzenes Regolith, um Solarzellen und Stromübertragungskabel aus Mondstaub und -gestein herzustellen. Viele kommerzielle Raumfahrttechnologieunternehmen positionieren sich – basierend auf ihrer Erfahrung in der Raumfahrt und bei Mondlandungen – in Erwartung laufender Ressourcenexplorations- und Abbauoperationen als Anbieter von Mondlogistik (z. B. Intuitive Machines, Firefly Aerospace, iSpace).
Die ESV unterstützt über ihr Partnerunternehmen Space Ventures Investors die Lunar Resources Registry UG, ein europäisches Frühphasen-Unternehmen im Bereich der Monderkundung und des Mondbergbaus.
