Europa ist der historische Motor der Innovation, und auch wenn der Aufstieg von Supermächten wie den USA, Russland, China und Indien zu einem intensiven Wettbewerb führt, sind sie auf der historischen Zeitachse nur eine kurze Erscheinung.
Die europäische industrielle Basis für die Raumfahrt steht vor einer Beschleunigung: aus einer passiven Phase nach dem Kalten Krieg und der reinen Zivilität der Europäischen Union hin zu einer innovativen, proaktiven, durchsetzungsfähigen, multinationalen und vereinten Kraft: Wir nennen dies „Space Fortress Europe“.
Der Investitionsansatz der European Space Ventures für die „Space Fortress Europe“ sieht Folgendes vor:
- Investitionen an der Seite von Unternehmen, die auf die Entwicklung und Sicherung der europäischen Souveränität im Weltraum ausgerichtet sind, einschließlich Startkapazitäten für europäische Länder, sicherer Kommunikation, Erdbeobachtung und Überwachung sowie dem Ausbau der Weltrauminfrastruktur in allen Umlaufbahnen.
- Aufbau und Mitverwaltung von Joint Ventures, die der „Fortress Europe“ weitere Ebenen technischer Raumfahrtinnovationen hinzufügen.
Aktivitäten in Europa
Verschiedene europäische Programme, die von der ESA und lokalen Raumfahrtbehörden vorangetrieben werden, stärken eine souveräne europäische Raumfahrtkapazität.
Es gibt mehrere Entwicklungen im europäischen Raumfahrtsektor, die bereits abgeschlossen sind oder sich noch in der Entwicklung befinden und die jeweils die „Fortress Europe“ stärken.

Zuverlässige Trägerraketen
Ariane 6: Das neue Schwerlast-Trägerraketenprogramm der ESA, das auf dem Erbe der Ariane-Familie aufbaut und zuverlässige sowie vielseitige Startkapazitäten für eine breite Palette von Nutzlasten bieten soll.
Vega-C: Das verbesserte Programm der ESA für leichte bis mittelschwere Trägerraketen, das zuverlässige und flexible Startoptionen für leichtere Nutzlasten bietet und die europäische Expertise in dieser Trägerklasse unterstreicht.
BOOST!: Ein Programm der ESA, das speziell darauf abzielt, die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer und bestehender europäischer Raumtransportdienste zu fördern. Es trägt durch die Unterstützung verschiedener Entwickler von Trägerraketen zu einer vielfältigeren und potenziell zuverlässigeren Startlandschaft bei. Neue europäische Akteure im Bereich der Trägerraketen (New European Launch Players) werden schrittweise aufgebaut, um Europa und seinen wichtigsten Ländern eine souveräne Startkapazität zu verschaffen: Latitude, HyImpulse, Isar Aerospace, Orbex, Rocket Factory Augsburg.
Sichere Kommunikation
Europa entwickelt innovative, fortschrittliche und sichere Satellitenkommunikationstechnologien und -systeme in Partnerschaft mit der Privatwirtschaft, um die kommerzielle Rentabilität zu gewährleisten und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Dies umfasst die Quantenverschlüsselung und schließt – in orbitaler Terminologie – den erdnahen Orbit (Low-Earth Orbit, als europäischen Konkurrenten zu Starlink) ein, erstreckt sich bis zum Mond und umfasst über Bodenstationen auch das Deep Space Network.
Weltraumlogistik
Verschiedene Programme haben europäische Kapazitäten für die Weltraumlogistik entwickelt, wie zum Beispiel:
Space Rider, ein unbemanntes Roboterlabor, das für Experimente in der Umlaufbahn und eine autonome Rückkehr zur Erde konzipiert wurde. Seine Fähigkeit für wiederverwendbare Operationen im Weltraum positioniert es als potenzielle Plattform für zukünftige Logistikmissionen im All, einschließlich des Transports von Versorgungsgütern und der Rückführung von Vermögenswerten.
ESPRIT (Lunar Gateway): Neben Betankung und Telekommunikation umfasst ESPRIT auch ein unter Druck stehendes Modul mit einem Logistikbereich zur Lagerung von Fracht und Versorgungsgütern, die für das Lunar Gateway bestimmt sind, und trägt damit direkt zur lunaren Weltraumlogistik bei.
In-Space Proof-of-Concepts (Konzepterprobungen im Weltraum): Obwohl der Fokus auf dem Transfer von Treibstoffen liegt, bilden die im Rahmen dieser Initiative entwickelten Technologien die Grundlage für zukünftige Logistikkapazitäten im Weltraum, die die Bewegung und das Management von Ressourcen in der Umlaufbahn ermöglichen.
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